Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.
Am Sonntag habe ich einen sehr gelungenen Ausflug nach Grand Bassam gemacht. Mit Martial, einem meiner Bekanten hier, habe ich mich in einen kleinen Bus gequetscht und die 15 km-Fahrt entlang der Kueste in die Kleinstadt Grand-Bassam gemacht. Das war das erste Mal, dass ich Abidjan verlassen habe und ich konnte das wirklich sehr geniessen. Wir haben einen Spaziergang an einem ruhigen Fluss gemacht und dabei eine der herrlichen Kokosnuesse gegessen( bzw erstmal augetrunken). Endlich hatte ich mal keine stinkenden Autos, heruntergekomme Haeuser oder Blechbaracken um mich herum. In der Mittagshitze haben wir die kleine Kathedrale besichtigt, die erste katholische Kirche an der Elfenbeinkueste aus den 1880er Jahren.
Dort fuehlt man sich in die Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts zurueckversetzt. Die Haeuser der ersten Hauptstadt Côte d' Ivoires um die Kathedrale herum sind alle noch im Kolonialstil gebaut und teilweise mangels Pflege sehr heruntergkommen.
Der Sitz des hiesigen Bischofs
Hier haben sich aber zahlreiche Kuenstler niedergelassen. Wir haben ein Atelier besichtigt und ich habe das erste Mal Touristen getroffen.
Am nahe gelegenen Strand tummelten sich die weissen UN-Jeeps, deren Mitarbeiter hier scheinbar den Sonntag verbringen. Nach einem kurzen Fuss-in-die-gewaltigen-Wellen-strecken machten wir uns mit einem abenteuerlichen Linienbus zurueck auf den Weg nach Abidjan, wo uns viel zu schnell wieder die Sumpfloch-Luft dieser bombastischen Stadt entgegen kam.