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Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.

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lange Busfahrten und eine Menge Côte d'Ivoire

Zwei Wochen bleiben mir noch und ich habe eine letzte grosse Reise hinter mir. In 10 Tagen habe ich die beiden Projekte der Salesianer Don Boscos hier in der Elfenbeinkueste besucht: Duékoué im Westen und Korhogo in der noerdlichen Savannenregion.

In Duékoué war in diesen Tagen die Vorbereitung des Ferienprogramms fuer ca 300 Kinder und Jugendliche im vollen Gange und mit einem Lautsprecher auf dem Dach sind wir mit dem Auto kreuz- und quer durch das Staedtchen gefahren - mit dem Vorteil, dass ich so Duékoué ganz gut kennen lernen konnte. Die Salesianer betreuen dort neben der Gemeinde Ausbildungswerkstaetten und ein Schuelerwohnheim. Am Wochenende gab es ein grosses Fest und ich konnte nur staunend den Taenzen und grossen Trommeln zugucken.
 
Gruppen aus verschiedenen Doerfern zigten ihr choreographisches Koennen; ich habe das Bâlaphone versucht
Montag ging es dann mit einem Gbaka (Kleinbusse mit mindestens so vielen Huehnern wie Fahrgaesten an Bord) in Richtung Norden. Die staendigen Polizeisperren zogen die ruckelige Fahrt sehr in die Laenge. An der Grenze zum Rebellengebiet (seit 2002 ist der Norden der Elfenbeinkueste von den "Forces Nouvelles" besetzt) in Bouaké, das vom Buergerkrieg noch sehr gezeichnet ist, hatte ich schon Sorge vor den korrupten Kontrollen. Nach einer selbstbewussten Diskussion wurde ich aber ohne zu bezahlen durchgelassen. Im naechsten Bus gab es allerdings keinen Sitzplatz, so dass ich stundenlang stehen musste - spaeter der enge Sitzplatz war aber auch nicht sehr viel entspannender. Entsprechend erleichtert war ich, als ich in Korhogo abends ankam. 
Dort fuehren die Salesianer das College Don Bosco, eine Schule mit hohem Niveau fuer Kinder aus armen Verhaeltnissen, sowie zwei Wohnheime fuer Schueler aus abgelegenen Doerfern. 
In einem kleinen Ferienlager habe ich mitgeholfen und mir wurde in der Stadt und den umliegenden Lehmhuettendoerfern so einiges gezeigt: Ich konnte zugucken, wie die kunstvollen traditionellen Stoffe gewebt werden und wie Skulpteure Holzmasken schnitzen, ein paar Frauen demonstrierten mir, wie sie aus Fruchkernen Fett (Speiseoel und Hautcrème) entziehen. In einem Dorf habe ich gesehen, wie aus der roten Erde Eisen gewonnen wird und landwirtschaftliche Werkzeuge hergestellt werden - alles ganz ohne Elektrizitaet und Maschinen.
  
der Schmelzofen und der Meister am Werk

 
die Masken haben unterschiedliche symbolischen Bedeutungen; die Gewinnung des Oels ist sehr aufwendig
Besuche in einer abgelegenen Krankenstation und einem Zentrum fuer ehemalige Kindersoldaten waren besonders beeindruckend.
Der Lebensstil in den Doerfern ist mit dem in Abidjan nicht zu vergleichen und die Menschen dort (die Ethnie Senoufo) haben eine sehr sympathische und gastfreundliche Art.
 
ein Weisser im Dorf...da kamen die Kinder aus dem Staunen nicht raus

Mit einer Menge afrikanischer Eindruecke habe ich gestern nun also die letzten 14 Tage im Foyer Magone begonnen, wo es im Moment sehr ruhig ist, da die Kinder bei denen es moeglich ist in den grossen Ferien in ihren Familien sind.
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F
<br /> hey klasse artikel.. gut formuliert... :)<br /> <br /> mfg alex<br /> <br /> <br />
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