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Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.

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Sonntagsausflug

Ich komme gerade zurueck von einer Fahrradtour der besonderen Art:
Da ich den westafrikanischen Atlantik bisher nur aus dem Flugzeug gesehen hatte, wollte ich ihn jetzt endlich aus der Naehe sehen. Nach dem Mittagsessen nahm ich mir das Fahrrad von Père Juan Carlos und machte mich entgegen aller Warnungen der Patres (der Verkehr sei viel zu gefaerhlich) auf den Weg. Von Koumassi bis nach Port-Bouet an der Kueste sind es ca 5 Kilometer. Fuer diese Strecke brauchte ich aber eine Dreiviertelstunde, da ich mich auf meinem Fahrrad durch die hupenden Autoschlangen schummeln musste:

Von einem eifrigen Polizisten wurde ich angehalten und als ich ihm erklaerte, was ich in Côte d'Ivoire bei den saliesianern Don Boscos mache, liess er mich beruhigt weiterfahren. Das zeigt, welches Ansehen die Jugendarbeit der Salesianer hier hat. Durch Zufall traf ich unterwegs sogar eines der Kinder aus dem Foyer Magone auf der Strasse, das jetzt wieder bei seinen Eltern wohnt (das hoffe ich zumindest, der Junge sah naemlich ziemlich verdreckt und muede aus; er erklaerte mir aber, dass alles in Ordnung sei zu Hause)
Endlich kam ich in Port-Bouet an und suchte einen Zuweg zum Wasser. Durch eine slumartige Siedlung, in der mir auf meinem Fahrrad ein paar Halbstarke rufend hinterher liefen, gelangte ich schliesslich an den Strand - bzw was einmal der Strand gewesen war....vor lauter Plastikmuell und Metallschrott war vom Sand nicht mehr viel zu sehen.
Die Brandung und der Sog des Wassers sind hier so stark, dass niemand schwimmen gehen kann und darum ist der Strand zur Entsorgung von Unrat "besonders gut geeignet".
endlich: der Blick aufs Meer
Ich schob mein Fahrrad einige hundert Meter entlang der Wasserlinie und schliesslich wurde auch die Umgebung immer freundlicher:

Hier konnte ich einige Zeit sitzen bleiben und den maechtigen Wellen zusehen, bevor ich wieder den Heimweg antrat.

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