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Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.

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"ein Weisser im Armenviertel"

Gestern Nachmittag habe ich mit Martial, meinem neuen Bekannten hier in Koumassi, wiedermal einige seiner Freunde besucht. Das ist immer sehr spannend und spassig, weil ich dann viele Ecken hier in der Umgebung und viele Leute kennen lernen kann. Martial ist Student und war frueher mal Betreuer im Foyer Magone. Er kennt in Abidjan unenedlich viele Leute und auf der Strasse trifft er standig einen Bekannten. Zwischen Koumassi und Marcory ueberquerten wir gerade einen Kanal auf einem schmalen Steg, als uns hinterhergerufen wurde, wir sollten auf der Stelle stehen bleiben. Als wir uns umdrehten, kamen drei Polizisten, die hier eher wie Soldaten aussehen, mit Maschinenpistolen im Anschlag auf uns zu gelaufen und verlangten unsere Ausweise. Fuer den ruhigen Nachmitagspaziergang hatte ich meinen Pass allerdings nicht eingesteckt und Martial erklaerte ihnen, dass ich ein Mitarbeiter der Salesianer hier sei und dass wir nur unterwegs zu einem Freund waeren, der frisch geheiratet haette, um ihm zu gratulieren. Das beeindruckte die drei Ordnungshueter aber nicht sonderlich und wir mussten uns daraufhin in der sengenden Hitze mit ausgestreckten Armen und Beinen an eine Wand stellen und wurden abgetastet. Martial regte sich darueber lautstark auf und er wurde von ihnen mit dem Gewehrlauf im Ruecken still gestellt. Einer der Polizisten sagte uns, dass sie bei uns jetzt nach Drogen suchen wuerden - warum wuerde sich sonst ein Weisser in Begleitung eines einheimischen Studenten in diesem Stadtviertel aufhalten. Als sie uns von oben bis unten abgetastet hatten, und ich mir schon ausmalte den Nachmittag in einem Polizeikerker verbringen zu muessen, rief Martial einen seiner Freunde an und erklaerte ihm unsere brenzlige Situation. Sein Bekannter war nach 3 Minuten am Ort des Geschehens und gluecklicherweise kannte er einen der Polizisten. Nach einem kurzen Smalltalk und Schulterklopfen wurden wir freigelassen. Die 5000 Franc in meiner Brusttasche wurden mir nochnicht mal abgenommen...
Fuer den Rest des Tages sass der Schock natuerlich tief und Martial erklaerte mir immer wieder, dass das nicht die Normalitaet sei und die Polizisten wohl eher auf Geld gehofft haetten. Ich habe auf jeden Fall daraus gelernt, dass ich immer meinen Pass und meine Carte Spéciale , die mich offiziell als Auslandsfreiwilligen des Salesianer ausweist, dabei haben muss. Ich kann ja schliesslich nicht immer darauf vertrauen, dass mir jemand hilft, der einen der Polizisten kennt....
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B
Hi Bene!<br /> <br /> Leider hat der Provider beim Weiterleiten deiner Mail deine Email-adresse abgeschnitten. Die Mail an dich ist schon fertig, vielleicht koenntest du mir nochmal schreiben (mit der adresse im Text)? <br /> <br /> Ansonsten kann ich dir sagen, dass in Argentinien das Geld auf jeden Fall weg gewesen waer - aber zur Bestechung ;) <br /> <br /> Schwein gehabt! hab ich aber auch schon. Gibts eigentlich ne Faustregel wie oft man Glueck haben kann, bis es dann richtig hart kommt?<br /> <br /> cheers aus Argentinien!<br /> Benni
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D
Uiui. schließe mich meinen Vorrednern an und bin ebenfalls der Meinung, dass Du unbedingt auf Dich aufpassen solltest.
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I
Wow. Du erlebst ja Sachen. Pass' bloß auf Dich auf. Übrigens sind es hier in Buir nur noch 11 Tage bis zum Konzert. Am kommenden Sonntag ist schon Generalprobe. Letzte Woche haben wir Plakate aufgehangen. Bilder von der Aktion findest Du auf der Seite!
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K
Dann pass bloß auf dich auf, wenn das so weitergeht ;-)<br /> Liebe Grüße aus Manheim
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