Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.
In der letzten Woche hat Michel (der andere Erzieher) und mich die Mauer unseres Innenhofes sehr beschaeftigt. Die urspruenglich in uesseligem Schwarzgrau gestrichene Wand machte den Hof sehr dunkel und bot beim Betreten des Foyer Magones einen sehr tristen Eindruck – also ganz und gar nicht den Kindern entsprechend. Als Grundlage haben wir die Wand mit brauner Oelfarbe gestrichen, das hat den Vorteil dass sie nicht so schmutzanfaellig ist. Staendige Gewitterschauer (die in Deutschland sofort alle Keller unter Wasser setzen wuerden) liessen uns immer wieder den Atem anhalten, ob die Farbe wohl halten wuerde…
So wie die obere Mauerkante sah die ganze Wand vorher aus!
Als der erste Schritt fertig war, haben wir einen Schriftzug fuer das Foyer Magone entworfen und mit Kreide an der Mauer konstruiert. Auch dabei waren staendige Regenfaelle eine Herausforderung an die Haltbarkeit der Kreide. Michel hat dann mit einem schoenen Blauton in Form einer Bruecke den Schriftzug und ich eine grosse Sonne an die Wand gemalt – das ganze sah jetzt schon sehr viel freundlicher aus als vorher.
In den darauffolgenden Tagen haben wir mit den Kindern Sterne, Blumen und Enten hinzugefuegt, so dass man jetzt den Eindruck hat, dass man in einem Garten steht. Einiges ist vom Regen verwischt worden; das wird dann naechste Woche nachgebessert und ich werde noch den Kopf von Don Bosco fertigstellen.
Alle Besucher, die bisher da waren sind von dem Ganzen sehr begeistert und die benachbarten Don Bosco-Schwestern haben mich scherzhaft schon eingeladen, ich koennte doch mit meinen mit Pinseln und Farbe ausgeruesteten Kindern mal zu ihnen kommen.
Wer haette gedacht, dass ich hier noch zum Maler werde…