Seit September 2008 mache ich einen internationalen Freiwilligendienst bei den Salesianern Don Boscos in Abidjan, Elfenbeinkueste. Hier arbeite ich fuer ein Jahr im Foyer Magone, einem Zentrum fuer Strassenkinder.
Die Weihnachtsfeiertage haben sehr zu meiner Genesung beigetragen, so dass die Malaria zu erst einmal bezwungen worden ist. Die Kinder haben im Moment Ferien und einige sind zur Zeit bei ihren Familien. Dadurch startete mein “Alltag” mit nur 13 Kindern, das ist sehr ruhig und ueberschaubar.
Noch voellig ueberladen von der vielen selbstgebastelten Weihnachtsdeko haben wir am Montag begonnen fuer den Jahreswechsel zu basteln: 2009-Brillen aus Karton und es staeht jetzt in grossen Papierlettern an der Hauswand: bonne, heureuse et sainte année 2009! Also haben die Nachbarn auch was davon.
Mireille, die Erzieherin, und ich mit den legendaeren gebastelten 2009-Brillen
Gestern, Silvester, gab es ein leckeres Essen (Maispüree, Reis mit Bratbanaen und Fisch) im Anschluss habe ich, um wenigstens die letzten dreieinhalb Monate revue passieren zu lassen, alle meine Fotos aus dem Foyer Magone gezeigt. Das war natuerlich ein Riesenspass, weil jeder irgendwie in verrueckten Posen zu sehen war.
Danach haben die Kinder den Film “Tarzan” geguckt und ich hatte auf der Dachterrasse unseres Hauses ein bisschen Zeit fuer mich, um selber auf mein ereignisreiches, aufregendes Jahr 2008 zurueckzublicken (2008 war mein A-A-A-Jahr: Abi-Australien-Abidjan).
Als “Tarzan” zu Ende war hatten wir noch ein paar Minuten bis Mitternacht und die Spannung stieg zusehends bei den Kindern. Père Javier und Frère Wilfrid sprachen ein Gebet und 10 Sekunden vor 12 zaehlten wir lautstark den Countdown. Mit Luftballons, Plaetzchen und Tampico (das hiesige Orangenwassereis) wurde dann das neue Jahr befeiert. Anders als an Weihnachten funktionierte zum Glueck der Strom fuer die Musik, so dass bis in die Nacht getanzt, getrommelt und gesungen wurde.


Es wurde gesungen, getrommelt und mit Luftballons "getanzt"
Vom Dach aus konnten wir die vereinzelten Raketen in der Innenstadt sehen, die hier eigentlich wegen zu grosser Feuergefahr verboten sind. Sie erhellten aber den trueb-bedeckten Himmel von Abidjan mit schoenen Farben – 2009 konnte beginnen.

Ich wuensche allen ein frohes, gesundes und segensreiches Jahr 2009!